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„Wir waren unterwegs zur Grenze. Das hatte ich vermutlich nicht verstanden. Die Grenze. Welche Grenze? Man hatte mir gesagt, dort ist die Grenze, und dann hatte sich jemand mit ausgestreckter Hand einmal um sich selbst gedreht und alle hatten gelacht. Es war als bräuchten wir keine Grenzen.

 

Aber jetzt lachte niemand mehr. Jetzt brauchten wir die Grenze. Was wir tun würden, wenn wir sie erreichten, wussten wir nicht. Ich weiss nicht, wie weit es bis zur Grenze war. Morgen, sagte jemand. Das konnte auch nächstes Jahr bedeuten, das wusste ich.“

 

Åke Edwardson, Rotes Meer

Ursula Wieser und Moralba Maldonado sind zwei leidenschaftliche Grenzenforscherinnen, die sich in den letzten Jahren ausführlich und vielseitig mit dem Thema befasst haben.

 

Ursula Wieser ist spezialisiert auf das Konzept der Grenze im japanischen Kulturraum, und befasst sich insbesondere mit japanischen Zäunen. Auch die praktischen Aspekte des Zaunbaus hat sie erforscht, und baut in ihrer Freizeit neuartige japanische Zäune.

 

Moralba Maldonado interessiert sich besonders für die Grenzen zwischen Stadt und Land in all ihren Formen, und hat in diesem Zusammenhang eine ausführliche Studie zum Thema über die Stadt Caracas verfasst. Sie wurde für diese Forschungsarbeit ausgezeichnet und hat sämtliche Artikel publiziert.